Kalte Weide – Ein Hirtenbub im Schwarzwald

Südbaden Anfang der 1940er-Jahre: Weil die Lebensmittelversorgung in Freiburg immer schwieriger wird, entschließen sich Miggis Eltern, ihren ältesten Sohn als Hirtenbuben in den Schwarzwald zu geben. Während Miggi auf dem ersten Hof schlecht behandelt wird, fühlt er sich bei seiner zweiten Hütestelle fast wie zuhause. Doch der Krieg hält auch im Alltag der Bauern Einzug, und die Lage auf dem Hof eskaliert, als 1945 die Franzosen im Schwarzwald einmarschieren ...

Der Roman zum Fachbuch: Auf der Grundlage der 2010 mit ehemaligen Hütekindern aus dem Raum Furtwangen geführten Interviews entstand die Hauptfigur Miggi. Auch die Handlung an sich in Zeiten des Krieges und der Not ist eng an wahre Erlebnisse angelehnt.

 

 

Julia Heinecke: Kalte Weide – Ein Hirtenbub im Schwarzwald. Badischer Landwirtschafts-Verlag, 272 Seiten, Hardcover, gebunden, 13,90 Euro, ISBN 978-3-9818089-0-2

Buchbestellungen direkt über den Verlag unter 0761 2713300 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Oder in jeder Buchhandlung.

 

Pressestimmen

Noch sind viele ältere Landwirte und Dorfbewohnerinnen unter uns, die bis in die 1950er-Jahre Vieh gehütet haben und davon berichten können. Mit dem Roman will der Badische Landwirtschafts-Verlag diesen Menschen eine Stimme geben – ohne zu beschönigen oder zu verklären. Badische Bauern Zeitung, 12.5.2016

Ob Kalte Weide ein Heimatroman sei, wurde bei der Vorstellung gefragt. Die Antwort darauf ist unwichtig. Der Roman schockiert: Dass noch vor weniger als 75 Jahren Kinder im Schwarzwald ihre frierenden Füße in frischen Kuhfladen wärmten, ist heute nahezu unfassbar. Der Sonntag in Freiburg, 5.6.2016

Autorin des Romans ist die Kulturwissenschaftlerin Julia Heinecke aus Freiburg, die zu diesem Thema bereits eine Zeitzeugenbefragung gemacht hat. Sie hat ehemalige Hütekinder, vorwiegend aus dem Raum Furtwangen, interviewt. Deren Erfahrungen hat sie nun gebündelt und auf berührende Weise in diesem Roman zusammengefasst. Der Dreisamtäler, 15.6.2016

Der erste (!) Roman der Autorin ist gelungen. Die schlichte, schnörkellose Sprache entspricht der Mentalität der Schwarzwälder Landbevölkerung, die einfühlsam und treffend charakterisiert wird. Die harte Arbeit, die Unbilden des Wetters, die immerzu knappe Subsistenzwirtschaft und der zeitweise Mangel an Lebensmitteln werden deutlich. Die Ortenau. Zeitschrift des Historischen Vereins für Mittelbaden. 97/2017, S. 462 f.

 

Auszug aus der SWR-Landesschau vom 29.8.2016


Bild: Konrad Mayer

 

Über die Lesungen

Die Badische Zeitung schreibt am 23.11.2016 über die Lesung in Titisee-Neustadt

Mit gut verständlicher Stimme berichtet die Kulturwissenschaftlerin aus der Zeit zwischen den 1920er bis 1950er Jahren, als Minderjährige mit amtlicher Genehmigung zur Arbeit auf den Höfen verpflichtet wurden. [...]

Die Bandbreite der Bewertung dieser Kinderarbeit reicht von der Überzeugung, dass sie nicht geschadet hat, bis hin zum anklagenden Ausruf der Sklavenarbeit. Julia Heinecke beleuchtet in ihrem Vortrag beide Seiten, die vermeintlich schöne und die hässliche. 

 

 

Foto: Volker Rothfuß

Herr Tröger vom Buchladen im Roten Haus mit Hirtenbubenausrüstung.

 

Das Offenburger Tageblatt berichtet am 9.1.2017 über das sehr gut besuchte Dreikönigs-Café der Offenburger Grünen mit Hütekindervortrag und stellt die Erzählungen der anwesenden ehemaligen Hirtenbuben in den Vordergrund:

Die große Überraschung für die rund 200 Besucher: eine vermeintlich weit zurückliegende Geschichte wurde am Dreikönigstag zur Gegenwart. Denn drei nunmehr hochbetagte „Hütebuben” saßen im Publikum und mischten die Erzählung von Julia Heinecke mit selbst erlebten Erinnerungen kräftig auf.

Die Badische Zeitung kommentiert dieselbe Veranstaltung am 10.1.2017: 

Heimweh, der Zwölf-Stunden-Arbeitstag und kümmerliche Verhältnisse – diese Erinnerungen lassen viele bis heute nicht los. Zeitzeugen und rund 100 Zuhörer folgten gespannt dem Vortrag von Kulturwissenschaftlerin Julia Heinecke, die zum Dreikönigscafé der Grünen eingeladen war.

 

Foto: privat

Vortrag und Lesung beim Dreikönigs-Café der Offenburger Grünen.

 

Eine ganz besondere Atmosphäre, wenn nicht gar die perfekte Kulisse für eine Lesung, gab es am 2. September 2017 unter dem Walmdach des Kaltwasserhofes im Münstertal. Wo einst Familie Boro ins Jahr 1902 zurückgebeamt wurde, fanden sich trotz drohendem Regen einige Zuhörer ein und bekamen hautnah mit, wie den Hütekindern von einst die Kälte in die Knochen zog. Danke für diesen unglaublich tollen Abend!

 

Foto: privat

Als Hirtenbub diesmal Dietmar Berron-Brena von Zeitsprung, die Führungen im Kaltwasserhof anbieten.